Partizipation und Macht

Partizipation und Macht

Die Frage ist nicht, ob wir Partizipation in den Kitas etablieren wollen, sondern wie wir es schaffen, es zu tun, denn es gehört zu unserem Bildungsauftrag und es ist das Recht der Kinder:

„Kinder müssen bei allen Entscheidungen, die sie betreffen, nach ihrer Meinung gefragt werden. Kinder dürfen ihre Meinung frei heraus sagen und diese muss dann auch berücksichtigt werden.“

Für mich kann Partizipation jedoch nur gelingen, wenn wir an unserer Grundhaltung gegenüber Kindern arbeiten und aktiv beginnen uns in unserem Handeln gegenüber Kindern zu reflektieren. Bereits Emmi Pikler und Magda Gerber beschrieben in ihren zehn, auf Respekt basierenden Prinzipien: „Beteiligen Sie Säuglinge und Kleinkinder an Dingen die Sie betreffen. (…) Behandeln sie Sie nicht wie Objekte oder niedliche kleine Menschen, die nichts im Kopf haben und manipuliert werden können.“

Partizipation von Anfang an

Partizipation von Anfang an

Kleinkinder sind schon sehr früh bestrebt ihr Können einzubringen - dies zeigt uns besonders die Autonomiephase - die Kinder entwickeln für sich selbst einen Selbstgestaltungsanspruch, der keinesfalls unterbunden werden sollte. Es ist entwicklungsfördernder Gelegenheiten zu ermöglichen, um sie aktiv zu beteiligen, denn sie wollen ihre eigenen Fähigkeiten erkunden!

 

Wickeln

Kinder sollten niemals einfach hochgehoben werden, am Po angerochen werden mit der Frage: „Wer hat hier gek***“. Dieses Verhalten ist extrem übergriffig und leider sehr, sehr verbreitet. Stellen Sie sich immer die Frage, ob Sie das mit einem Erwachsenen machen würden und wie es Ihnen dabei ginge, wenn das jemand mit Ihnen machen würde.