„Dinge, die man als Kind geliebt hat, bleiben im Besitz des Herzens bis ins hohe Alter. Das Schönste im Leben ist, dass unsere Seelen nicht aufhören an jenen Orten zu verweilen, wo wir einmal glücklich waren.“ Khalil Gibran
Reisen mit Kindern bedeutet sich im ständigen Wechsel zwischen zauberhaften Momenten und großen Herausforderungen zu bewegen. In einem Moment befindet man sich an der absoluten Grenze und denkt, nie wieder! weil man sich mit seinem jammernden Kind eingequetscht auf der dreckigsten, wärmsten und engsten Flughafentoilette der Welt befindet. Im nächsten Moment geht einem das Herz auf, weil man diese unbezahlbaren Glücksmomente erlebt, wie, wenn das Kind zum ersten Mal das Meer erblickt und mit leuchtenden Augen darauf zuläuft. Die schönen Erinnerungen werden zu Bildern in unserem Kopf und prägen unsere innere Gefühlswelt. Das Negative gerät spätestens zu Hause beim Betrachten der Urlaubsbilder zum Glück schnell in Vergessenheit. Dennoch gehört es dazu. Genauso, wie Streit im Urlaub, denn nicht mal im Alltag ist man sich dauerhaft so nah, wie in dieser Zeit. Die Urlaubszeit bedarf vieler Kompromisse, um jedem gerecht zu werden. Letztendlich erleben die Kinder nicht nur eine neue Umgebung, sondern auch ihre Eltern verhalten sich anders als sonst. Regeln, wie die sonst so routinierte Schlafenszeit werden aufgeweicht, was schön ist, aber auch verunsichernd wirken kann. Es ist wichtig achtsam zu sein und sich nicht zu viel vorzunehmen, um insbesondere junge Kinder nicht zu überfordern und dann selber enttäuscht zu sein.
Urlaub ist schön und anstrengend zugleich. Bei jeder Familie.