Jedes Alter und jeder Entwicklungsschritt eines Kindes bringt neue Themen mit. Nicht nur die Kinder befinden sich auf dieser Reise zu ihrer eigenen Entfaltung, in einem permanenten Lernprozess, sondern auch die Eltern.
Insbesondere die Übergänge von einem Lebensabschnitt in den nächsten, sind dabei von hoher Emotionalität begleitet. Es fängt mit der Geburt, dem Eltern werden, an. Ein neues Leben ist plötzlich da, um das ich mich kümmern muss, für das ich Verantwortung tragen und das mein Leben von Grund auf verändert.
Der nächste große Schritt ist der Übergang in die außerfamiliäre Betreuung, vom geschützten Zuhause in die Krippe oder zur Tagespflege, in ein neues soziales Umfeld. Dieser Schritt fordert unglaublich viel Vertrauen und bedarf einer liebevollen, achtsamen Begleitung von Kind und Eltern.
Ein oft in der pädagogischen Begleitung vernachlässigter Prozess, ist der Einbezug der Eltern, beim Wechsel von der Krippe in den Kitabereich. Eltern haben häufig unmittelbar zum Beginn des 3. Lebensjahrs den Druck, dass ihr Kind zu den älteren Kitakindern wechseln soll.
Der Wechsel sollte sich jedoch nicht am Alter des Kindes, sondern an seinem Entwicklungsstand orientieren. Die Frage ist jedoch, woher kommt dieser Druck? Oft hat Druck in allen Entwicklungsphasen etwas damit zu tun, dass die Angst besteht, etwas zu verpassen, Entwicklung auszubremsen, Potenziale nicht zu entfalten und schon sehr früh wird ein gewisser Leistungsdruck deutlich.
Dieser Leistungsdruck nimmt im letzten Kitajahr und mit dem Übergang in die Schule immer mehr zu. Er wirkt jedoch eher entwicklungshemmend und kann sich sehr auf das innerfamiliäre Miteinander auswirken.
In dieser Rubrik finden sich Themen aus dem Alltag dieser verschiedenen Lebensphasen. Es sind kleine Anekdoten aus unserem Familienleben, aber auch Themen die mir in der Praxis immer wieder begegnen.